Orts­geschichte

Ein kurzer Überblick über die Geschichte Habachs

Dr. Josef Freisl, Ortschronist

Die erste schriftliche Erwähnung Habachs findet sich in der Lebensbeschreibung des heiligen Ulrich, Bischof von Augsburg, die um das Jahr 983 verfasst wurde. Im 10. Jahrhundert war Habach ein Eigenkloster des Bischofs Ulrich von Augsburg.

In einer Freisinger Bistumsbeschreibung aus dem 8. Jahrhundert findet sich zudem die erste schriftliche Nennung des Ortsteils Dürnhausen. Dort wird ein Ort mit dem Namen „Durfingshausen“ erwähnt.

Im Jahr 1083 gründete Graf Norbert von Hohenwart aus seinen weit verstreuten Besitzungen das Chorherrenstift Habach, das bis zur Säkularisation im Jahr 1802 den Ort und die nähere Umgebung maßgeblich prägte.

Dem Stift gehörten sechs Chorherren an, von denen jeder ein eigenes Haus bewohnte. Diese nahezu unverändert erhaltenen Chorherrenhäuser prägen bis heute – wie schon früher – das Ortsbild entlang der Hauptstraße. Die wichtigste Aufgabe der Chorherren war die Seelsorge in den fünf Ortschaften Dürnhausen, Hofheim, Riegsee, Hechendorf und Sindelsdorf.

Um 1750 umfasste das Chorherrenstift 148 abgabepflichtige Höfe in der Umgebung. Als offene Hofmark besaß Habach zudem das Recht der niederen Gerichtsbarkeit innerhalb seines Gebietes.

Die Ulrichskirche mit ihrem imposanten Hochaltar wurde im Jahr 1668 eingeweiht. Bis zu diesem Zeitpunkt standen auf dem sogenannten „Kirchbichl“ zwei Kirchen: die Ulrichs- und die Georgskirche.

Der 17. Juli 1704 gilt als der schwärzeste Tag in der Geschichte Habachs. Große Teile des Ortes wurden von Tiroler Truppen im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges in Brand gesetzt.

Infolge der Säkularisation vor 1802 wurde das Chorherrenstift aufgelöst. Aus den Dörfern Habach und Dürnhausen entstand die Gemeinde Habach.

Im Rahmen der Gebietsreform wurde 1978 die Verwaltungsgemeinschaft Habach mit den Gemeinden Antdorf, Sindelsdorf und Söchering gebildet. Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ist Habach.

Im Jahr 2025 zählte die Gemeinde Habach rund 1.200 Einwohner.

Das Chorherrenstift Habach von 1083 bis 1802

ein Vortrag in drei Teilen von unserem Ortschronisten Herr Dr. Josef Freisl

Vortrag Chorherrenstift Teil 1

von Dr. Josef Freisl

  1. Einleitung
  2. Die Frühgeschichte von Habach
  3. Die Zeit vor dem Stift
  4. Die Gründung des Chroherrenstifts
  5. Die Regeln der Chorherren
  6. Der Aufschwung nach der Gründung des Stifts
  7. Das Verhältnis von Stift und Dorf
  8. Die Krise im 14. Jahrhundert
  9. Die offene Hofmark
  10. Das Stift um 1500
  11. Die Leiden des 30-jährigen Krieges
  12. Der Bau der Ulrichskirche
  13. Der schärzeste Tag in der Habacher Geschichte
  14. Die gute Zeit im 18. Jahrhundert
  15. Die Säkularistion

Vortrag Chorherrenstift Teil 2

von Dr. Josef Freisl

Vortrag Chorherrenstift Teil 3

von Dr. Josef Freisl