Habach-online logo




Valid HTML 4.01!

„Wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid,
sondern mit dem teuren Blut Christi“

Dieser Text aus dem ersten Petrusbrief erklingt am Karfreitag in einer Motette von Johann Rudolph Ahle zu Beginn der diesjährigen Grabmusik.
Eindrücklich werden wir darauf hingewiesen, dass weder Jesus irgend jemanden mit Gold oder Silber bestochen hat, noch wir uns mit materiellen Gütern loskaufen können. Der Kreuzestod Jesu allein macht für uns ein Weiterleben nach dem Tod möglich Daran denken wir am Karfreitag in besonderer Weise.
Johann Adolph Hasse, der vor Mozart und Haydn lebte, hat ein beeindruckendes Miserere geschrieben. Ihm liegt der Text des Psalms 51 zugrunde. Das Miserere war Bestandteil der Stundengebete am Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag und wurde oft nach einer Passion gebetet. Hasses Musik ist nicht düster; sie verweist eher auf den Trost, der den um Erbarmen flehenden Menschen verheißen ist. Sie will durch ihre Schönheit den Hörer ergreifen und zur Andacht führen.
Das Hauptwerk wird das Requiem von Joseph Martin Kraus werden. Im gleichen Jahr wie Mozart geboren verbrachte er die ersten Jahre in Buchen im Odenwald. Anerkennung und Erfolg wurden ihm in Schweden zuteil, wo er seine Hauptlebenszeit verbrachte. Bereits mit 19 Jahren hat Kraus dieses Requiem geschrieben. Er verzichtet bewusst auf virtuose Effekte, sondern will mit seiner Musik seine tiefen Empfindungen ausdrücken.
Wir hoffen, dass wir mit diesen Werken den Zuhörern Gelegenheit geben können, mit uns zusammen das Karfreitagsgeschehen zu reflektieren.

   webmaster@habach.de last update: 2017-04-09