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Freinacht

Auch in Habach gilt alljährlich die Nacht vor dem 1. Mai als Freinacht

Insbesondere Kinder und Jugendliche vergnügen sich in dieser Nacht mit - meist harmlosem - Schabernack. So werden zum Beispiel Fensterläden ausgehängt, Gartenbänke weggetragen und Straßenschilder mit Rasierschaum "verziert". Da aus den "Scherzen" manchmal auch Sachschäden resultieren, liegt der Spaß meist recht einseitig auf Seiten der "Aktiven", während die Betroffenen nur mehr oder weniger gute Miene zum bösen Spiel machen - und hinterher wieder aufräumen. Um Schlimmeres zu verhindern wird auch allerorten schon am Vorabend bewegliches Gut sicher gestellt und in die Häuser oder Garagen geräumt.

Es gibt mehrere Erklärungsmöglichkeiten, warum gerade die Nacht zum 1. Mai etwas Besonderes darstellt:
Bei den Kelten markierte zum Beispiel der 1. Mai den Übergang vom Winter zum Sommer, und bei den Germanen begann in dieser Nacht der Frühling.
Auf die Heiligsprechung von Walburga, der Äbtissin des Klosters Heidenheim, dürfte ein anderer Name für die Freinacht, Walpurgisnacht, zurück gehen. Walburga, die an einem 1. Mai heilig gesprochen wurde, galt als Schutzheilige vor Zauber und Hexerei.
Der Bedeutungswandel der Freinacht zum schelmischen Treiben dürfte daher kommen, dass sich der 1. Mai als Termin von Musterung und Beginn des Militärdienstes einbürgerte. Die letzte "freie Nacht" bot noch einmal Gelegenheit, sich auszutoben.

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Freinacht 2007 (Streiche) - Bild: HB
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Freinacht 2007 (Streiche) - Bild: HB
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Freinacht 2007 (Streiche) - Bild: HB
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Freinacht 2007 (Streiche) - Bild: HB
   webmaster@habach.de last update: 2007-05-06